Der Sportverein - Im Wandel der Zeit

Gründung des Sportvereins:

Gegründet wurde der Sportverein Scharnitz am 18. Jänner 1933 um 20:00 Uhr im Gasthof "goldener Adler" in Scharnitz. Man muss sich wundern, wie einige sportbegeisterte und vo Idealismus erfüllte Männer in dieser Zeit das alles geschafft haben, denn gerade zu dieser Zeit war das Geld knapp und die Summe, die zur Sportvereinsgründung gebraucht wude, beträchtlich. Initiator war der damalige Oberlehrer Norbert Prantl. folgender Ausschuss wurde gewählt:

Obmann: Norbert Prantl - Stellvertreter: Rudolf Schatz
Schriftführer: Karl Parzer - Stellvertreter: Anton Draxl
Kassier: Josef Draxl - Stellvertreter: Rudolf Wöß
Sportwart: Alois Scheiber - Stellvertreter: Franz Leismüller

Der Sportverein zählte bei seiner Gründung 34 ordenliche Mitglieder. Davon wurden 23 aktive Mitglieder beim österreichischen Skiverband angemeldet.

Sportplatzbau beim Kalkofen am linken Isarufer
Bei der ersten Vollversammlung am 25.03.1933 wurde beschlossen, beim sog. Kalkofen am linken Isarufer einen Sportplatz zu errichten. Im Frühjahr 1933 wurde mit 22 Männern die Arbeit begonnen. Nach 1080 Arbeitsstunden mit Pickel und Schaufel konnte der Sportplatz finalisiert werden.

Leider haben all die Mühen nicht den gewünschten Erfolgt gebracht, denn durch die Nähe der Isar wurde dieser Platz sehr selten benützt.

Die Sprungschanze an der Steinwand im Eisack
Neben dem Bau der Sportplatzes wurde am Jahr 1935 unter Norbert Prantl und Josef Kofler an der Steinwand in Scharnitz eine Sprungschanze errichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden dann am Fuße der Steinwand, also im Auslauf der Sprungschanze, Häuser gebaut und die Sprungschanze musste aufgelassen werden.

Durchgeführte Abfahrtsläufe von 1933 bis 1938
Der Sportverein führte im Zeitraum von 1933 bis 1938 die ersten Abfahrtsläufe in Scharnitz durch. Dabei wurde vom Kreuzjoch bis Gießenbach, vom Karlgraben bis Giesenbach, von der Eppzirler Schate bis Eppzileralm, von der Oberbrunn bis Gießenbach oder von Moderkar bis Gießenbach gefahren. Mit dabei waren auch Skistars wie Toni Spieß, Erika Mahringer, und Christian Pravda

Neuaufbau des Sportvereins nach dem zweiten Weltkrieg
Während des Krieges (1939 - 1945) musste die Vereinstätigkeit eingeschränkt werden. Nach der Zwangspause wurde der Sportverein nach dem 2. Weltkrieg am 11.11.1945 wieder neu aufgebaut. Inititiator war Dr. Kurt Schlick. Folgender Vorstand wurde gewählt. 

Obmann: Dr. Kurt Schlick - Stellvertreter: Walter Draxl
Schriftführer: Hermann Hainzer - Stellvertreter: Ernst Ragg
Kassier: Erwin Ammich, später Oskar Neunenr - Stellvertreter: Fritz Duregger
Sportwart: Franz Leismüller - Stellvertreter: Felix Gaugg
Jugendwart: Hans Neuschmidt - Stellvertreter: Hubert Ragg

Der Torlaufhang am Platt und Abfahrtsstrecke vom Luxtalkopf
Dr. Kurt Schlick lies im Jahr 1946 den Platt ausholzen, um dadurch einen Torlaufhang für die Vereinsrennen der Sportvereins zu erhalten. Das Platt wurde in "Fidel-Gaugg-Hang" unbenannt. Noch in den 50er Jahren wuden hier Torlaufwettkämpfe ausgetragen.

Desweiteren wurde beschlossen, vom Luxtalkopf mit Auslauf zur Brand eine Abfahrt auszuholzen. Nadem die Waldbesitzer mit ihre schriftlichen Einwilligung gegeben hatten, wurde 1947 mit der Schlägerung begonnen. Diese Arbeiten brachte aber nicht den erwarteten Erfolg. Die Strecke war an manchen Stellen zu schmal an an einigen Stellen zu steil und der letzte Schlussteil zum Brand zu gefährlich.

Tiroler Staffelmeisterschaften im Langlaufen und Schimeisterschaften der Universität Innsbruck
In den Jahren 1946 bis 1947 führte der SVS die Tiroler Staffelmeisterschaften in 4 x 10km Langlauf durch. Danach im Jahr 1948 fand in Scharnitz die akademische Schimeisterschaft der Universität Innsburck statt, bestehend aus Abfahrt, Torlauf, Langlauf und Staffellauf. Die ganze Organisation lag in den Händen der Gebrüder Kurt und Walter Schlick. 

Abfahrt in der Steinwand vom Tafele bis zum Brand
In den 50er Jahren bemühte sich der sportverein und der Verkehrsverein in der Steinwand vom taferle bis zum Brand ein für jedermann zu fahrendes Schigelände zu erschließen. nachdem die Waldbesitzer keinen Einwand erhoiben, wurde diese Strecke provisorisch hergerichtet und dann einige Jahres als Abfahrtsstrecke für Vereinsrennen genutzt. Das Vorhaben, ein Schigelände zu schaffen, wurde vom damaligen Gemeinderat zuerst abgelehnt, später dann aber doch die Genehmigung vom Urteil der Fostbehörde abhängig gemacht. Die Bichtigung duch die Forstbehörde verlief negativ, da das Ortsbild durch die Kahlschlägerung verschandelt wird. Somit fiel auch dieser Vorhaben ins Wasser.

Riesentorläufe vom Brizl bis zum Pleisengrad in den Jahren 1945 - 1970
Die internen Wettkämpfe des Sportvereins fanden in der Nachkriegszeit meistens am Birzl statt. Die Rennen der Landesebenen, wie Gedächnisläufe für die gefallenen und verstorbenen Sportkameraden, wurden bis 1949 in Eppzirl, anschließend bis 1962 am Pleisen und ab 1970 am Mühlberg durchgeführt.

Auch Langlaufen war Thema beim Sportverein
Ab 1978 wurden auch Langlaufen auf den Feldern in der Umgebung von Scharnitz durchgeführt. 

Der Tannrain mit Liftanlage und der Brand als Übungsgelände für Anfänger
Der Verkehrsverein Scharnitz ließ am Tannrain anplanieren und baute den ersten Schlepplift. Auch dieses Vorhaben war nur von kurzer Dauer. Das Gelände war wohl schneesicher, aber viel zu kurz und dazu noch lawinengefährdet.

Nachdem Adolf Klinge als Grundbesitzer die Genehmigung erteilt hatte, baute der Verkehrsverein am Brand einen Schlepplift. Einei Jahre später wurde der Brand im oberen Teil ausgeholzt, das Gelände verbreitert und so eine lawinen- und schneesicherer Übungswiese für Anfänger errichtet. Dieser Lift wurde später umgebaut und am Brand eine Flutlichtanlage errichtet. Nachdem im Jahr 1980 die Grundbesitzer ins steiten kamen, wurde der Brandlift an Josef Gaugg verkauft und somit kam dieser Lift in Privatbesitz. Im Jahr 2023 wurde dann der Lift stillgelegt. 

Abfahrt Steinwand Tafele
Der Leiter der Schischule Scharnitz Viktor Högl war sich bewusst, dass Scharnitz nicht nur ein Übungsgelände für Anfänger, sondern uch ein Gelände für fortgeschrittene Feriengäste und für die Vereinsrennen braucht. deshalb griff er das Projekt Steinwand-Tafele wieder auf und versuchte nochmals, dieses zu erschließen. Leider scheiterte auch dieser Versuch.

Erschließung des Mittags und Zeindlkopf - Es entstand das Schigelände Mühlberg
Der Verkehrsverein, unter dem damaligen Obmann Albert Seelos, plante ein Großprojekt auf dem Mittagskopf. Für die Liftanlage wurde vom Eiack zum Mittagskopf schin eine Schneise geschlägert. Auch diese Arbeit war umsonst. 

In Jahr 1970 entstant dann endlich auf Grund der Initiative des Obmannes Dr. Walter Schlick das Schigelände Mühlberg mit einer Schleppliftanlage. Diese Schigelände konnte bei Bedarf zu jeder Zeit nach oben verlängert werden. Sogar das deutsche Nationalteam trainierte hier Torlauf. Sie fanden und priesen den unteren Hang bei der Liftstation als ideal. 

Der Fußballplatz in Scharnitz und die Gründung der Sektion Fußball im Sportverein
Kur vor ihrem Tod vermachte Ruperta Leismüller im Jahr 1958 der Gemeinde Scharnitz ein Grundsück für den Bau eines Kinderspielplatzes. Sie wollte eigentlich nicht, dass es ein öffentlicher Sportplatz wird. Dennoch ebnete die damalige Schulleitung das Grundstück ein. Später wurde durch die Gemeinde von Adolf Mair ein weiteres Stück  dazugekauft und es war möglich einen Sportplatz zu bauen. Diese Grundstück wurde dan vom damaligen Obmann , Insp. johann Wolf, anplaniert und eingesäet. Am 23.09.1962 wurde der Platz mit einem Meisterschaftsspiel gegen Seefeld eröffnet.

Die Gründungsmannschaft des Sportvereins Sektion Fußball
v.li. Rabl, Lehner, Heiss H, Rieder, Neuhauser, Wett, Nairz, Heiss A, Gerger, Hainzer, Schweitzer, Klotz,Lechthaler, Hainzer sen, Wolf
2. R.: Schweninger, Juen, Högl V, Weinberger, Neuner H, Ginther, Neuner J, Wieser, Högl E, Ragg, Tamanini
Nicht im Bild: Schneider H, Moser L

Gründung der Sektion Damengymnastik im Sportverein
im Jahre 1982 wurde unsere dritte Sektion, die Sektion Damenturnen, von Adele Angerer ins Leben gerufen. Vorerst wurde im Kloster mit Irmgard Heine das Frauenturnen ins Leben gerufen. Dies war Anlass für den Sportverein eine eigene Sektion zu gründen.

Neuer Fußballclub Seefelder Plateau
Aufgrund der Problematik, dass es gerade in der Kampfmannschaft immer schwieriger wurde, genügend Spieler in Scharnitz zu finden, wurde am 01. Juli 2018 der Zuammenschluss der Plateauvereine in einem gemeinsamme Spielgemeinschaft Seefelder Plateau beschlossen. 

Wie bereits bei der Eröffnung des Platzes im Jahr 1962 war das letzte Spiel im "Felsstadion" am 31.10.2015 gegen Seefeld.

Neuerrichtung des Fußballplatzes in Scharnitz
Im Jahr 2011 wurde im Gemeinderat die Umfahrung für Scharnitz beschlossen. Dort wurde die Durchquerung der Straße durch unseren Fußballplatz geplant. Somit mussten wir am 31.10.2015 unser Abschlussturnier mit Seefeld durchführen und den über 53 Jahren betriebenen Platz verlassen. 

Durch diesen Vorgang läutete der Verein in Kooperation mit der Gemeinde die Neuplanung des Platzes ein. Am 30.06.2016 wurde die Sportplatzfinanzierung erfolgreich abgeschlossen. Anschließend wurde über das Jahr 2016 mehrere Planungen durchgeführt, bis am 19.08.2016 die Rodungn des Platzes stattfand. Am 11.04.2017 wurde mit dem Start des Baues des Fußballplatzes gestartet. Nach 2 Jahren Bauzeit konnte am 24.08.2019 unser neuer Fußballplatz eröffent werden. 

Die Sektion Damengymnastik wird unbenannt - Sektion Fit+Aktiv wird ins Leben gerufen
Eine nicht alltäglichen Antrag stellte die seit der Gründung der Sektion Damengymnastik Sektionsleiterin ist - Adele Angerer- bei der Generalversammlung im Jahre 2020. Aufgrunddessen, dass auch gern Männer beim Turnen gesehen werden wird, wie sie wörtlich sagte, "entgendert". Somit wurde beschlossen, dass die Sektion Damengymnastik und "Sektion Fit+Aktiv" umbenannt wird. Das war auch der Startschuss für sehr viele Projekte, wodurch vor allem die Kinder und Jugend in Scharnitz profitieren.